Living Landscapes

//Living Landscapes
Living Landscapes 2015-07-08T16:28:32+00:00
19_web

ALEXANDER OCHS PRIVATE

LIVING LANDSCAPES

13 JUN – 31 JUL 2015

Es wird endlich Sommer und wir präsentieren living landscapes, vier künstlerische Positionen und Haltungen zwischen Asien und Europa zu erleben.

Echo Ho (*1973 Beijing), studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln, blieb dort und lebt und arbeitet heute in der Domstadt. 1697 erschien in China das Malereihandbuch des Senfgartens, ein Grundlagenwerk zur chinesischen Tusche-Kunst, das Motive wie Pflanzen, Steine oder Wolken als Vorlagen für Malschüler zeigt. Diese Motive entnimmt die chinesische Künstlerin für ihre 2012 entstandene Arbeit Weather Report. Echo Ho schneidet Druck-Stempel, die sie modular einsetzt und denen sie keinen künstlerischen Wert beimisst. Vielmehr regt sie dazu an, Altes und Neues zu transformieren und dabei den Blick auf urban-zeitgenössische Landschaften wie auf soziale historische Ereignisse zu richten.

Die Gu Qin ist ein rund 3000 Jahre altes chinesisches Instrument, das die Künstlerin zu einer elektronischen Slow Qin, einem mit sieben Saiten bespannten Kunststoffkörper transformiert. Auf dem Balkon des Salons und in den alten Bäumen davor installiert Ho Mikrofone, die die Außensounds, den Gesang der Vögel wie die Geräusche vorbeifahrender Autos in Echtzeit in den Innenraum überträgt und entlang derer sie improvisiert.

Wie die auf der Gu Qin gespielte Musik in der chinesischen Tradition fußt, schaut auch die japanische Tee-Zeremonie auf eine siebenhundertjährige Geschichte zurück.

Der Zen-Meister Musō Soseki etablierte das Ritual, der buddhistische Abt Eisai legte im 13. Jahrhundert die Regeln für Ort und Zeit wie die Zubereitung des Tees und den genauen Ablauf der Zeremonie fest. Die in Berlin lebende Megumi Fukuda (*1976 in Hiroshima) studierte an der Berliner Universität der Künste und performt gemeinsam mit Echo Ho die Klingon Tea Ceremony als zeitgenössische Adaption in einem ‚ephemeren Garten‘ aus Licht, Sounds, Geräuschen, Objekten und den Klängen der Slow Qin.

Zhang Hui (*1979 Jurong, Jiangsu) studierte Malerei in Hangzhou und schloss ihr Studium 2009 an der Universität der Künste Berlin als Meisterschülerin ab. Auch die chinesische Landschaftsmalerei schaut auf eine vieltausendjährige Tradition zurück, in deren Zentrum immer die Natur als majestätisches Ganzes steht, aus der der Mensch und seine Tätigkeiten verbannt sind. Zhang Huis konzentriert abstrakte Bildschöpfung ist pure Empfindung, die Farbe wird zum essentiellen Bestandteil der Impression. Wurde die chinesische Künstlerin von Christoph Tannert und Sven Drühl 2013 in der Ausstellung Berlin.Status II im Künstlerhaus Bethanien Berlin gezeigt, kommt es jetzt zu einem erneuten Zusammentreffen zwischen Künstlerin und Künstler.

Sven Drühl (*1968 in Nassau) präsentiert japanische Farbholzschnitte der 1940er Jahre aus seiner eigenen Sammlung und zwei Bilder, die sich mit der Abstraktion des japanischen Farbholzschnittes beschäftigen. In diesem Zusammenhang erschien anlässlich dreier Ausstellungen Drühls in 2015 und 2016 das Buch Shin-Hanga – Japanese Landscapes das wir im Zusammenhang unserer Präsentation vorstellen. Daneben zeigt der Künstler erstmals in Berlin neue Bilder, deren lackierte Oberflächen eine radikale Erweiterung seines bisherigen Repertoires zeigen und auf die wir Sie neugierig machen wollen.

Dass Landschaft für uns nicht zwangsläufig eine Ansicht auf naturgewachsene Terrains bedeuten muss, zeigt die Installation Man with Balls in a Landscape des Chinesen Wang Shugang (*1960 Peking), fünf aus Bronze gegossene, seriell gedachte und gemachte Miniaturen, die sich in allen Räumen der Schillerstraße befinden werden.

PRIVATE VIEW

+ BOOK RELEASE SVEN DRÜHL

Freitag 12. Juni 2015, 19-21 Uhr

 

KLINGON TEA CEREMONY

ECHO HO + MEGUMI FUKUDA

Samstag 20. Jun 2015, 14-18 Uhr

 

MUSIC WITH THE BIRDS

PERFORMANC ECHO HO

Sonntag 21. Juni 2015, 16 Uhr

12, 20 + 21 Juni by Invitation only

 

 

OPEN SUNDAY

5. Juli 2015, 14 – 18 Uhr