Der in Berlin lebende bildende Künstler und Komponist Chris Newman ist ein Grenzgänger, der sich ohne Berührungsängste allen Medien zuwendet. Nach eigenem Bekunden ist er „eher ein Zwischenmensch“: Er interessiert sich nicht so sehr für das endgültige (Haupt-) Werk, sondern für eine Kunst, die das Offene und Prozessuale noch in sich trägt. Er vertraut auf die Intensität der persönlichen Äußerung und auf eine künstlerische Direktheit, die unmittelbar mit dem Leben selbst zu tun hat; mit seinem Leben, das ihm als Beispiel für das Menschsein dient. Newman möchte die Kunst von der Künstlichkeit befreien und zum Kern der Wahrnehmung zurückkommen: Es geht ihm nicht um das Medium, nicht um Malerei oder Musik, nicht um Stil oder Kunstgeschichte. Er möchte die Wahrnehmung selbst konkret werden lassen. Das Kunstwerk ist Katalysator für eine existenzielle Erfahrung von Leben. Bei aller Unmittelbarkeit ist der hohe Anteil an kompositorischen Überlegungen in seinen Werken allerdings nicht zu unterschätzen.

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