SVEN DRÜHL – FLOATING LANDSCAPES

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ (Psalm 121)

05 September – 27. Oktober 2019, St. Matthäus-Kirche, Berlin
Eröffnung: 05. September, 19.00 Uhr
Matinee: 15. September 2019, 12.00 Uhr

Berge sind seit jeher Sehnsuchtsorte – und Orte der Konfrontation. In den biblischen Schriften gelten sie sowohl als Orte der Gottesbegegnung als auch der Götzenanbetung. – Der Berliner Künstler Sven Drühl widmet sich den Bergen als Konstruktion: In seinen Bildern zitiert, sampelt und kommentiert er bekannte Bildikonen von u.a. Caspar David Friedrich, Edward Theodore Compton bis hin zu japanischen und chinesischen Landschaftsdarstellungen – neuerdings auch Computersimulationen. So entstehen utopische Landschaften ohne realen Ort und direkte Referenz, die den inneren Bildhaushalt umso mehr berühren, weil sie überall und nirgends sein könnten. In seiner neuen Präsentation in der St. Matthäus-Kirche zeigt Drühl vorwiegend Berggemälde und -skulpturen, die den Berg als apokryphen Sehnsuchtsort und als Ort des Rückzugs ins Verborgene verhandeln. Drühls Bildsprache steht dabei in großer Nähe zur asiatischen Tradition der Landschaftsmalerei mit ihrem Konzept der Leere als Ort der Einschreibung und ihrem konträr zum westlichen Verständnis liegenden Auffassung vom künstlerischen Original. (Text: Stiftung St. Matthäus, Programm 2019, 07 08 09)

Werke der Ausstellung