Till Brönner, Warrior, Thyssen Krupp Steel, 2019
Fine Art Print unter Glas, gerahmt, 150 x 100 cm, Ed. 1/5 + 2 AP, © Till Brönner

TILL BRÖNNER

BILDER

14. September bis 26. Oktober 2019
verlängert bis 8. November 2019

Als Trompeter macht der Künstler Till Brönner Musik.

Als Fotograf macht er Bilder.

Alle Werke der Ausstellung finden Sie hier.

Till Brönner, born in 1971 in Viersen, is one of the most famous and versatile jazz trumpet players in Europe. The Villa Massimo scholarship holder and professor of jazz and pop at the Academy of Music Carl Maria von Weber in Dresden released his first album ‘Generations of Jazz’ at the age of 22, and was already able to win artists such as Ray Brown and Frank Chastenier for his production. Further collaborations with jazz stars such as Dave Brubeck or Klaus Doldinger as well as the legendary Hildegard Knef followed.

Influenced by a meeting with the great American jazz photographer William Claxton, Brönner began to take photographs and it was obvious to him that he brought musicians like the South African trumpeter and singer Hugh Masekela to the lens of his Leica ‘M’ camera. In 2009 in Paris this first ever published photograph was taken, a portrait of the anti-apartheid fighter, an open face in which pain and joy mix, and at the same time an approachable image that tells a great deal about Brönner.

As in his music, he always remains a face-to-face ‘counterpart’, the camera seems to give up the distance to the photographed subject and at the same time never violates its boundaries.

This is also true, and even more so, for the 185 paintings the artist currently exhibits in his solo exhibition ‘Melting Pott’ in the Duisburg Museum Küppersmühle. For about a year Brönner changed the trumpet with the camera and traveled the Ruhr area. In an interview with Jens Hinrichsen in the monopoly-magazin Brönner talks about his work there and quotes the ‘bullshit filter’: “There is a check whether you are real and do good… in the tunnel an asshole can tear a hundred people to ruin… I don’t want to say that there are none of them in the Ruhr area – but it’s not worth being an asshole there.”

The first Berlin solo presentation in the salon gallery by Alexander Ochs bears the simple title TILL BRÖNNER – PICTURES. In addition to portraits of artists and musicians, such as the ‘first picture’ by Masekela described above, architectures and abstract works from the Ruhr area, as well as photographs taken while traveling in China and the USA will be on view.

The selection of works curated by Till Brönner and Alexander Ochs is not dissimilar to a soundtrack and offers an exclusive insight into the now ten-year-old oeuvre of this versatile artist.

As a trumpeter the artist Till Brönner makes music. As a photographer, he takes pictures.
That you can see and hear.

Till Brönner, 1971 in Viersen geboren, ist einer der bekanntesten und vielseitigsten Jazz–Trompeter in Europa. Der Villa Massimo Stipendiat und Professor für Jazz und Pop an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weberin Dresden veröffentlichte sein erstes Album Generations of Jazz als 22-Jähriger und konnte schon damals Künstler wie Ray Brown oder Frank Chastenier für seine Produktion gewinnen. Weitere Kooperationen mit Jazzgrößen wie Dave Brubeck oder Klaus Doldinger sowie der legendären Hildegard Knef folgten.

Beeinflusst durch eine Begegnung mit dem großen amerikanischen Jazz-Fotografen William Claxton begann Brönner zu fotografieren und es lag für ihn nahe, dass er Musiker, wie den südafrikanischen Trompeter und Sänger Hugh Masekela vor die Linse seiner Leica ‚M‘ Kamera holte. So entsteht 2009 in Paris die erste veröffentlichte Fotografie, ein Portrait des Anti- Apartheid Kämpfers, ein offenes Gesicht, in dem sich Schmerz und Freude mischen, und gleichzeitig ein nahbares Bild, das viel über Brönner erzählt.

Wie auch in seiner Musik bleibt er immer ein zugewandtes ‚Gegenüber‘, die Kamera scheint die Distanz zum fotografierten Motiv aufzugeben und verletzt dabei nie die Grenzen desselben.

Dies gilt auch und umso mehr für die 185 Bilder, die der Künstler derzeit in seiner Solo-Ausstellung Melting Pott im Duisburger Museum Küppersmühle zeigt. Rund ein Jahr tauschte Brönner die Trompete mit der Kamera und bereiste das Ruhrgebiet. In einem Interview mit Jens Hinrichsen in der monopol spricht Brönner über seine dortige Arbeit und zitiert den Bullshit-Filter: „Da wird gecheckt, ob du echt bist und Gutes im Schilde führst… im Stollen kann ein Arschloch hundert Leute ins Verderben reißen… ich will nicht sagen, dass es im Ruhrgebiet keine gibt – aber es lohnt sich nicht, dort ein Arschloch zu sein.“

Die erste Berliner Solo-Präsentation in der Salon–Galerie von Alexander Ochs trägt den schlichten Titel TILL BRÖNNER – BILDER. Präsentiert werden neben Portraits von Künstlern und Musikern, wie dem hier beschriebenen ‚ersten Bild‘ von Masekela, Architekturen und abstrakte Arbeiten aus dem Ruhrgebiet sowie Fotografien, die auf Reisen in China und den USA entstanden.

Die zwischen Till Brönner und Alexander Ochs kuratierte Werkauswahl ist einem Soundtrack nicht unähnlich und zeigt einen exklusiven Einblick in das nun zehnjährige Bildschaffen des vielseitigen Künstlers.

Als Trompeter macht der Künstler Till Brönner Musik. Als Fotograf macht er Bilder.
Die man sehen und hören kann.