Anja Schwörers klassisch auf Keilrahmen gespannte Textil-Bilder stehen einerseits in der Tradition der konkreten Kunst, die rationale Prinzipien und ein klares geometrisches Formenvokabular in den Mittelpunkt stellte. Anderseits realisieren von der Künstlerin verwendete asiatische Falt- und Färbetechniken ein Moment des Zufalls, das alchemistisch zu nennende Prozesse der Bildschöpfung aufscheinen lässt. Durch Wegnehmen und Auswaschen der Farbe entstehen archaisch anmutende Bilder, farbige, oft rautenartig angelegte Flächen liegen wie Stücke verwitterter Zeit neben- und übereinander.

Werke