Die Kunst Sofie Bird Møllers berührt unser ikonografisches Gehirn, die tausende und abertausende Festplatten, darauf Millionen gesehener Bilder, und sie berührt unseren Körper, oft unangenehm, wie Schnitte im eigenen Fleisch. Anstatt Bilder zu malen, malen bereits vorhandene Bilder, Drucke, Werbeanzeigen, Poster, Zeitungen und Journale, historische Kupferstiche, Seiten aus einer 1855 gedruckten Bibel die Arbeiten Møllers. Mehr als zutreffend schreibt der Sammler und Kurator Wilhelm Schürmann ‚Kein bisschen Haut mehr im Bild. Alles sorgfältig wegretuschiert‘. Oder aber hinzugefügt. Die Künstlerin schneidet, zerreißt, klebt zusammen, Papier und digital; verändert, verfremdet, bemalt, malt mit Pinsel, mit der Hand, mit ihrem eigenen, mit Farbe eingestrichenen Körper, mit ihren Brüsten, ihren Beinen, ihrer Stirn, ihrem Haar auf bereits vorhandene, vorgefundene Bildträger.

Werke