Der 1968 in Nassau (Lahn) geborene Sven Drühl studierte Kunst und Mathematik und ist seit 1997 mehrmals als Dozent tätig gewesen, unter anderem an der CDK Hangzhou und der Goethe Universität in Frankfurt. Drühl lebt und arbeitet in Berlin.

Drühl greift neben den auf kunsthistorischen Vorlagen basierenden Gemälden zunehmend auch auf virtuelle Bilder, auf Nicht-Bilder zurück, die er aus Vektordatei-Hintergünden von Computergames extrahiert. Diese fiktionalen Vorlagen bringt Drühl aus ihrer Künstlichkeit in die Realität der Malerei zurück. Er beschreibt so einen Weg aus der vermeintlichen Zukunft der Bildschöpfung in die Wirklichkeit einer Gegenwart, die sich die Frage erlaubt, ob die Zukunft tatsächlich schneller altert als die Gegenwart. In Zeiten der Nicht-Kontrollierbarkeit virtuell geschaffener Realität, in Zeiten der Skandale durch millionenfach geraubte Daten, hält Drühl das virtuelle Bild für einen Moment fest und realisiert aus diesem Moment Geschichte wie Zukunft.

Aktuelle Ausstellungen: 

Sven Drühl – Virtual Landscapes
17.09. – 27.11.2021

Sven Drühl – Apokryphe Landschaften
verlängert bis 30.01.2021, Kunsthalle Emden

 

Werke