gefördert von
STIFTUNG KUNSTFONDS
und

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Jan Kummer, Urania, 2015, Eglomisierung/Eglomization, 90 x 140 cm

BEI UNS. BEI EUCH! EIN CHEMNITZ/BERLIN KONTINUUM
ZWEITER TEIL: 14. MAI BIS 19. JUNI 2021

Wir sind zurück! Herzlich willkommen: Es gelten die aktuellen Covid-Regularien. Bitte melden Sie Ihren Ausstellungsbesuch an unter ochs@alexanderochs-private.com oder +49 (0)160 91 710 710


Es mag am Bergbau im Erzgebirge liegen, der in einer Urkunde mit dem Namen ‘Freiberger Bergbau’ 1185, vor mehr als 800 Jahren also, zum ersten Mal erwähnt wurde. Arbeit unter Tage heisst gemeinsame Arbeit, Kollektivität ohne Gleichmacherei, Aufeinander-angewiesen-Sein, Solidarität und kreative Gemeinsamkeit: das Schnitzen, Musizieren und Singen am Abend. 

So ist die Geschichte, auch der zeitgenössischen Kunst eine Geschichte assoziativer Strukturen zwischen Künstlerinnen und Künstlern aus Chemnitz, Karl-Marx-Stadt, und den angrenzenden Bergbauregionen. Noch zu DDR-Zeiten im Jahr 1977 gründet sich die Gruppe Clara Mosch, bestehend aus Michael Morgner, Thomas Ranft, Carlfriedrich Claus, Gregor-Torsten Schade und Dagmar Ranft-Schinkel. Schon vier Jahre vorher etabliert sich die Galerie Oben, und mit ihr deren Mittwochsgespräche, zu denen Schauspieler- und SchriftstellerInnen wie Eva Strittmatter, Erich Arendt, Uschi Brüning oder auch Ulrich Mühe eingeladen sind. Auch die KünstlerInnen von Clara Mosch finden in der zwischenzeitlich von Gunar Barthel betreuten Galerie ihren Platz. 

1986 gründet sich das als Band agierende Künstlerkollektiv AG Geige; ‚AG‘ bedeutet Arbeitsgemeinschaft, hier eine ironische Überspitzung der in der DDR geforderten kulturell-künstlerischen Beteiligung der ‚Massen‘ an der Kultur. Die Band löst sich nach der Wende, 1993 auf, Bandmitglied Jan Kummer reüssiert als bildender Künstler. 

Nur wenige Jahre soll es dauern und Jan Kummers Töchter Nina und Lotta Kummer lassen die Tradition des Künstlerkollektivs wieder aufleben, das interdiszipliär agierende ‚Bikini Kommando‘ gründet sich im Jahr 2020.

Mit Arbeiten der Clara Mosch Gruppe, hier Michael Morgner, Thomas Ranft, Carlfriedrich Claus, des ‚Bikini Kommandos‘, sowie der Künstler Steffen Volmer, Jan Kummer und des Malers und Bildhauers Osmar Osten, eingeklinkt in die seit dem 01.04.2021 gezeigten Präsentation Via Lewandowskys ‚Bei uns‘ setzen wir unser Kontinuum Chemnitz/Berlin fort. 

Teilnehmende Künstler: Carlfriedrich Claus, Gregor Torsten Kozik, Jan Kummer, Nina Kummer, Via Lewandowsky, Michael Morgner, Osmar Osten, Thomas Ranft, Steffen Vollmer

Vom 26. Juni bis 23. Juli 2021 wird unsere Reihe mit einem nächsten Kapitel, dann auch mit der Präsentation in Berlin lebender KünstlerInnen fortgesetzt:

Axel Anklam, Vanessa Azeroth, Christiane Bergelt, Till Brönner, Darm, Wilhelm Frederking, Jay Gard, Anja Jurleit, Katja Lang, Manfred Peckl, Jan Muche, Andreas Mühe, Konrad Mühe, Sven Drühl u.a.

Schon am 23. Juni 2021 um 19.30 Uhr können wir Sie zu einer Partner-Veranstaltung einladen:

‚Nichts können, alles machen: Die Avantgarde der Autodidakten.‘
Dr. Steffen Damm moderiert ein Gespräch zwischen Käthe Kruse, Berlin (Die Tödliche Doris) und Jan Kummer, Chemnitz (AG Geige)

Der Abend findet in der Reihe ‚zeit.PUNKT‘ der KULTURSTIFTUNG HAUS EUROPA, gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung, in der GALERIE BARTHEL + TETZNER statt.


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