Jan Muche, 1975 geboren, ist in der Kunstwelt vielen bekannt für seine kontrastreichen konstruktivistisch-abstrakten Gemälde. Der Künstler erfindet sich im Rückgriff auf seine frühen Arbeit neu. Klassische Figuration wird wieder sichtbar, die durch Farbschichtungen, Übermalungen und das Auswaschen und Auskratzen vielfach überlagerter Farbaufträge eine Idee des Archaischen aufleuchten lässt. Es ist als löse sich der Konstruktivismus auf, um sich in vielfältigen Überlagerungen und Übermalungen erneut zu erfinden. Abstrakte Architekturen, oft in konträren Farben, Linien hinter und über ausgemalten Farbflächen, nur skizzierte, wie angedacht, nicht ausgeführte Bild-Ideen spielen in Jan Muches Malereien zusammen. In seinen neuen Gemälden flechtet Muche mal offensichtlich, mal unauffällig bildhafte Abbildungen von Frauen und Männern in gleichberechtigter Nachbarschaft ein. Er lässt die menschlichen Darstellungen in den abstrakten Formen- und Farbteppich wie fließend ineinander übergehen. Portraits von Menschen, wie aus einer nicht definierten Ferne in einer Welt, die wie abgespaltet scheint.

Werke